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Als ÖKOPROFIT-Betrieb zertifiziert.
Von Kopf bis Fuß auf Umwelt eingestellt
FWH · Die Friedrich Wilhelms-Hütte GmbH hat eine Auszeichnung als ÖKOPROFIT-Betrieb erhalten. Das besondere Kennzeichen von ÖKOPROFIT war, dass während des Projektes Betriebe, Kommunen und Berater eng zusammenarbeiteten. Auch die regionale Industrie- und Handelskammer war in Ablauf und Organisation des Projektes vor Ort eingebunden.
Eine besondere Rolle kam dem Umweltamt der Stadt Mülheim zu. Zum einen agierte es als umweltpolitischer Moderator (und Förderer), zum anderen trat es als Unternehmen auf, dessen kommunale Eigenbetriebe (z. B. die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft und die Verkehrsbetriebe) ebenfalls an ÖKOPROFIT teilnahmen, um bewusst ein „gutes Beispiel“ zu geben.
Zurzeit führt das Cleaner Production Center Austria (CPC Austria) – es ist Marken- und Methodeninhaber – Gespräche mit der EU-Kommission in Brüssel. Ihr Ziel ist es, ÖKOPROFIT und EMAS II anzugleichen. Zwischenbilanz der ersten Vorgespräche: ÖKOPROFIT-Betriebe sollen, wenn sie nach zwei Jahren erfolgreich nachzertifiziert werden, den gleichen Status erhalten wie EMAS-zertifizierte Unternehmen.
Die Durchführung eines Umweltmanagements nach ÖKOPROFIT ist modular aufgebaut und beruht auf zwei Säulen:
– Weiterbildung durch gemeinsame Workshops zu
Themen wie Abfallvermeidung, Energieanalyse, Umweltcontrolling, Gesetze und Verordnungen etc.
– Analyse der spezifischen Betriebsdaten und individuelle Beratung
Für jeden einzelnen Betrieb der FWH wurden Strategien erarbeitet, um unter anderem Abfälle und Emissionen zu vermindern. Wie man z. B. Energie-, Wasser- und Abwasserkosten sparen kann, wurde bereits während der Betriebsbesuche erkannt und kurzfristig umgesetzt.
Für die Abschlussprüfung mussten neben den Prüfberichten der Berater auch verschiedene Unterlagen des Betriebs vorliegen. Dazu zählten eine Dokumentation der Umweltleistungen (Ist-Analyse, Maßnahmen, Ergebnisse), ein Abfallwirtschaftskonzept, eine interne Umweltprüfung oder auch unternehmensspezifische Umweltleitlinien. Nach Prüfung und positiver Beurteilung durch eine unabhängige Kommission wurde das Zertifikat „ÖKOPROFIT-Betrieb“ erteilt.
Die FWH hat sämtliche Aktivitäten mit einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit begleitet. So hat sie zum Beispiel eine Umwelterklärung im Sinne der EMAS-VO erstellt, obwohl sie dazu nicht verpflichtet war. Außerdem wurden alle teilnehmenden Betriebe und deren Umweltanstrengungen in einer gemeinsamen Broschüre präsentiert.
Jürgen Wolters
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